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2019 31.05. - 14.06.
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THEA DORN: TROST. Briefe an Max


LESUNG UND GESPRÄCH 
MODERATION: PETER KRAUSE

Montag, 31.05. - 19.00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

„Wie geht es Dir?“ Als Johanna von Max, ihrem alten philosophischen Lehrer, eine Postkarte mit dieser scheinbar harmlosen Frage erhält, bricht es aus ihr hervor: die Trauer über den Tod ihrer Mutter, die Wut, dass man ihr im Krankenhaus verwehrt hat, die Sterbende zu begleiten. Provoziert durch weitere Postkarten, beginnt Johanna, sich den Dämonen hinter ihrer Verzweiflung zu stellen. In einem einzigartigen Postkarten-Briefroman erzählt die Literatin und Philosophin Thea Dorn von den vielleicht größten Themen, die der gottferne, von seinen technologischen Möglichkeiten berauschte Mensch verdrängt: von der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit, von der Suche nach Trost in trostlosen Zeiten. 

 
Die Veranstalter der Lesarten freuen sich über die erste Kooperation mit Schloss Ettersburg.
Eintritt: 8,- / 5,- / 1,- € (WP)
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DER WEG ENTSTEHT IM GEHEN.
LITERARISCHE TEXTE AUS 100 JAHREN THÜRINGEN

BUCHPREMIERE MIT LANDOLF SCHERZER, DANIELA DANZ, WULF KIRSTEN U.V.A.
MODERATION: JENS KIRSTEN UND CHRISTOPH SCHMITZ-SCHOLEMANN

Dienstag, 01.06. - 19:00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Die Anthologie Der Weg entsteht im Gehen – Literarische Texte aus 100 Jahren Thüringen (Hg. Jens Kirsten / Christoph Schmitz-Scholemann) ist ein Lesebuch, das Auskunft über ein Jahrhundert deutscher Geschichte gibt, die sich in Thüringen wie in einem Brennglas bündelt. Bislang gibt es kein vergleichbares Buch über Thüringen. Ein Jahrhundert voller Utopien, Lebens- und Gesellschaftsentwürfe, voller Hoffnungen und Enttäuschungen, voller Sehnsucht und Leid. Die letzten 100 Jahre waren Zeiten sich wiederholender Auf-, Ab- und Umbrüche: Das schlägt sich auch in den knapp 100 Texten nieder, die die Herausgeber für dieses Buch ausgesucht haben: Zeugnisse der Arbeit des menschlichen Geistes, der den Brüchen und Widersprüchen des Lebens einen Sinn abzugewinnen sucht, ja sie vielleicht in Richtung auf eine bessere Welt ordnen will. Davon erzählen die hier versammelten Texte. Sie stehen nicht nur jeweils für sich, sondern korrespondieren miteinander. So entstehen literarische und zeitgeschichtliche Bezüge, Dialoge. 

Zur Buchpremiere lesen Landolf Scherzer, Daniela Danz, Wulf Kirsten, Lena Gaudich, Leila Taubert, Jakob Schmitz, Lorenz Kühne, Anke Engelmann, Wolfgang Haak, Christine Hansmann, Annerose Kirchner, Martin Straub, Thomas Spaniel und weitere Autorinnen und Autoren.

Eine Veranstaltung des Thüringer Literaturrates e. V.
Eintritt: frei


 

ANNE WEBER: ANNETTE, EIN HELDINNENEPOS

LESUNG UND GESPRÄCH
MODERATION: FRANKA GÜNTHER

Mittwoch, 02.06. - 19:00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher — wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“ erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? „Annette, ein Heldinnenepos“ erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht. 


Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem französischen Kulturbüro in Thüringen.
Eintritt: 8,- / 5,- / 1,- €
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ANNE RICHTER: UNVOLLKOMMENHEIT

LESUNG UND GESPRÄCH
MODERATION: BLANKA WEBER

Donnerstag, 03.06. - 19:00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Anne Richters Roman Unvollkommenheit erzählt in einem weiten Bogen vom Leben zweier Mathematiker zwischen Opportunismus und Verweigerung. 1988 lernen sie sich in Jena, in einer oppositionellen Gruppe, kennen. Mitte der neunziger Jahre lebt ihr Disput über das „richtige Leben im falschen“ wieder auf – und kulminiert schließlich am Vorabend der Finanzkrise. Eine scharfsinnige Analyse und ein großartiges Panorama unserer Zeit – gesehen durch die Brille der eigenartigen Welt aus Ziffern und Zahlen.

 
Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Thüringen e. V.
Eintritt: 8,- / 5,- / 1,- € (WP)
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INGO SCHULZE: TASSO IM IRRENHAUS

LESUNG UND GESPRÄCH
MODERATION: VERENA KRIEGER

Dienstag, 08.06. - 19:00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Drei Geschichten über die Kunst, das Leben und die verrückte bürgerliche Gesellschaft. Ein Schriftsteller-Dissident flieht aus der Öffentlichkeit, um sein Leben zu retten. In der Installation ›Das Deutschlandgerät‹ findet er ein Muster, um die Gegenwart zu deuten.„Immer wenn man etwas weiß, gibt es gleich wieder etwas, das man nicht weiß.“ Mit dieser Behauptung verwickelt ein Schweizer Verleger unseren Erzähler vor Delacroix‘ Tasso im Irrenhaus in ein ambivalentes Gespräch, das für einen Moment seltener Klarheit sorgt.

Und in einem Berliner Hospiz hält der Maler Grützke fröhlich Hof, womit er die ängstlichen Besucher überrascht und ihnen Stunden von glücklicher Intensität beschert. Die Kunst und das Leben: tragisch und komisch, abgründig und heiter. Wirft uns das eine virtuos aus der Bahn, setzt uns die andere wieder aufs Gleis. Oder ist es umgekehrt?


Eintritt: 8,- / 5,- / 1,- € (WP)
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EIN ABEND FÜR KURT MARTI

(1921 –2017) ZUM 100. GEBURTSTAG
MIT FRIEDERIKE F. SPENGLER, REGIONALBISCHÖFIN
DER PROPSTEI GERA-WEIMAR - EINFÜHRUNG,
CHRISTINE HANSMANN - LESUNG
UND KLAUS WEGENER - KLARINETTE/ SAXOPHON,
SOWIE DEM PORTRÄTFILM

Vielleicht hält Gott sich einige Dichter – Der Pfarrer und Schriftsteller Kurt Marti (1998)

Mittwoch, 09.06. - 19:00 Uhr
Jakobskirche

Kurt Marti war im Frühjahr 1939 als Gymnasiast erstmals in Weimar, im September 1985 erneut. In Erinnerungen an die DDR und einige ihrer Christen (1994, Jordan-Verlag) schreibt er atmosphärisch dicht u.a. über seine Besuche bei Herder und Wieland, die weiland noch eigene Memorialstätten hatten, über Inszenierungen am DNT und die Erwartung der Weimarer beim Besuch von Willy Brandt. Nun stehen nicht die Weimar-Besuche Martis im Zentrum des Abends, sondern vielmehr seine originären, leicht zugänglichen literarischen Texte von beeindruckender Aktualität. Kurt Marti, 1921 in Bern geboren, wurde nach dem Theologiestudium in Basel bei Karl Barth Pfarrer in Niederlenz bei Lenzburg und später an der Nydeggkirche in Bern. Seit den 1950er Jahren veröffentlichte er neben theologischen und publizistischen Texten auch literarische Werke, Poesie- und Prosabände. O-Ton: „Weil ich, Theologe aus Lust, Pfarrer von Beruf, anstatt der Midlife-Crisis zu verfallen, Bücher zu schreiben begann, figuriert deren Liste jetzt im Computer der Kongressbibliothek in Washington.“ Er wurde u. a. mit dem Literaturpreis des Kantons Bern, dem Johann-Peter-Hebel-Preis, dem Kurt-Tucholsky-Preis und dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet. Der Kurt Marti-Stiftung, insbesondere Thomas Marti, sei herzlich für die freundliche Zusammenarbeit und manchen Hinweis gedankt; dem Wallstein Verlag für die Bereitstellung von Literatur aus dem Nachlass für diesen Abend.

Eintritt: frei
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Weimar um Spenden zu Gunsten der Erhaltung der Jakobskirche erbeten.


 

ALEXANDER OSANG: FAST HELL

LESUNG UND GESPRÄCH
MODERATION: WIELAND KOCH

Donnerstag, 10.06. - 19:00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Ihre Wege kreuzen sich schon, laufen nebeneinander, lange, bevor Alexander Osang beschließt, Uwes Geschichte aufzuschreiben. Und mit ihm aufbricht auf einem Schiff in die Vergangenheit. Die weißen Nächte über der Ostsee - sie sind fast hell, verheißungsvoll und trügerisch, so wie die Nachwendejahre, die beide geprägt haben. Doch während Uwe der Unbestimmte, Flirrende bleibt, während sich seine Geschichte im vagen Licht der Sommernächte auflöst, beginnt für Alexander Osang eine Reise zu sich selbst, getrieben von der Frage, wie er zu dem wurde, der er ist. Eindringlich und mit staunendem Blick erzählt er von den Zeiten des Umbruchs und davon, wie sich das Leben in der Erinnerung zu einer Erzählung verdichtet, bei der die Wahrheit vielleicht die geringste Rolle spielt. 


Eine Kooperationsveranstaltung mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
Eintritt: 8,- / 5,- / 1,- € (WP)
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HENNING KREITEL: IM STADTGEHEGE

LESUNG UND GESPRÄCH
MODERATION: FRANK SIMON-RITZ

Freitag, 11.06. - 19:00 Uhr
Stadtbücherei

Mit offenen Augen durch die Stadt. Der Alltag hat Regeln im Umgang miteinander geschaffen und Spuren hinterlassen: schleichende Veränderungen, die das Leben prägen. Henning Kreitel wirft in knappen Gedichten Schlaglichter auf die städtische Komplexität. Heikle Szenarien wie auch einzelne Fundstücke stehen im Fokus. Verlorenes und Unscheinbares findet dabei seinen Platz wie auch der kopfkinogebeutelte Bewohner auf seiner täglichen Achterbahnfahrt: Sein neuer Gedichtband erzählt vom sprichwörtlichen stadtgehege. Im Band bilden Cyanotypien einen blaufriedlichen Kontrast zu den urbanen Gedichten. In der Serie Auf Ruhesuche sind versteckt anmutende Plätze in Berliner Parkanlagen zu sehen, die an sich für jedermann zugänglich sind. Nur – nicht jeder nimmt sie wahr. Die Rückzugsorte dienen als „Steckdosen“, um wieder Energie zu tanken und vom stressigen Stadtalltag abzuschalten. Die Cyanotypie, auch als Eisenblaudruck bekannt, ist ein altes fotografisches Edeldruckverfahren aus dem 19. Jahrhundert mit einem charakteristischen blauen Farbton, der „Preußisch“, auch „Berliner Blau“ genannt wird. Digital aufgenommen, in ein Negativ umgewandelt, anschließend in einem Handabzug mit Originalcharakter – also auch mit Makeln – angefertigt, dient das Verfahren selbst als eine Art Entschleunigung. Die in dem Buch abgebildeten Cyanotypien werden parallel zur Lesung erstmalig ausgestellt.

Eintritt: frei
Ausstellung und Lesung finden in der Stadtbücherei Weimar statt
www.stadtbibliothek-weimar.de

 


 

STERN 111 – LUTZ SEILER: LIEST AUS SEINEM NEUEN ROMAN UND SPRICHT ÜBER WOLFGANG BORCHERT

LESUNG UND GESPRÄCH, MODERATION: JENS KIRSTEN

Montag, 14.06. - 19:00 Uhr
DNT, Foyer 1

Lutz Seiler erhielt für Stern 111 den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 in der Kategorie Belletristik. „Dieser Roman leuchtet auf jeder Seite, und das mit menschenfreundlichem Humor.“ So heißt es in der Begründung der Jury. Nach dem prämierten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler nun die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden. Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West entsteht.

 
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem Thüringer Literaturrat e.V.
Eintritt: 8,-/5,-/1,-€ (WP)
Ticket online kaufen

 

WOLFGANG BORCHERT –
LEBEN, WERK, WIRKUNG

20.05. - 30.06.2021
Ausstellung in der Universitäts-Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Steubenstr. 6

WOLFGANG BORCHERT 100.

Im Gedenken an Wolfgang Borcherts
100. Geburtstag und den 80. Jahrestag seines Aufenthalts in Weimar

Vernissage 19. Mai, 17 Uhr
(Vorabend des 100. Geburtstages von W. Borchert) mit Bernd M. Kraske, Hamburg (Autor der Ausstellung)

Kooperation von Thüringer Literaturrat e. V., Bauhaus-Universität Weimar, Stadt Weimar, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Evangelische Kirche Mitteldeutschland, Schirmherrschaft: Lutz Seiler


 

DRAUSSEN VOR DER TÜR

DDR 1960, 80 min
R: Fritz Bornemann, D: Reimar Johannes Baur, Susanne Düllmann, Kurt Conradi, Heinz Hinze, Agnes Kraus

Donnerstag, 20.05.
von 00:01 Uhr - 24:00 Uhr
Kino mon ami

Unter www.kinomonami.de sind die Filme als Stream kostenlos verfügbar

Das wohl bekannteste deutsche Nachkriegsdrama machte den in Hamburg geborenen Schriftsteller Wolfgang Borchert über Nacht berühmt und ist angesichts heutiger militärischer Konflikte aktueller denn je. Die unvergleichlich intensive Darstellung der Einsamkeit und Verzweiflung des Kriegsheimkehrers Beckmann ist eine der eindrücklichsten Schilderungen der Folgen des Krieges und Mahnung an heutige Generationen. Mit einführenden Worten von Pfr. i. R. Martin Rambow.

Kommunalen Kino mon ami, Goetheplatz 11
T 03643-847745
Der Eintritt ist frei!


 

Wolfgang Borchert Kurzfilmprogramm

Freitag, 04.06.2021
von 00:01 Uhr bis 24:00 Uhr
Kino mon ami

Unter www.kinomonami.de sind die Filme als Stream kostenlos verfügbar

 
DDR/ D 1983-2017, 76 min
Im Anschluss an die Filme Gespräch mit dem Regisseur Michael Blume (wird im Herbst nachgeholt)


 

NACHTS SCHLAFEN DIE RATTEN DOCH 

mit Steffie Spira und Oliver Blume (1983)

Nach Wolfgang Borchert: Der Zweite Weltkrieg in Deutschland. Eine alte Frau entdeckt einen kleinen Jungen, der vor einer Ruine, ja vor einem Schutthaufen, Wache hält. "Mein Bruder liegt da nämlich unten!", sagt der Junge. Mit einer List gelingt es der alten Frau, den neunjährigen Jungen von seinem traurigen Posten zu befreien. So erzählt sie ihm zum Beispiel von kleinen Kaninchen.

 

DAS BROT 

mit Christine Schorn und Hermann Beyer (1986)

Nach Wolfgang Borchert: Erzählt wird die Geschichte eines älteren Ehepaares nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Mann kommt allabendlich nach Hause. Die Frau erwartet ihn schon. Sie steht am Fenster. Auf dem Tisch steht das karge Abendessen. Die Frau beschränkt sich auf eine einzige Scheibe Brot, um ihrem Mann mehr Brot zu lassen. Des Nachts schleicht er sich heimlich in die Küche, um seinen Hunger zu stillen. Er isst etwas Brot im Bett. Seine Frau hat ihn längst gehört, will ihn aber nicht hören.

 

DIE HUNDEBLUME 

mit William Cody Maher und Maria Jany (2001)

Nach Wolfgang Borchert: Der Film erzählt die Geschichte eines Strafgefangenen in einer Einzelzelle, der nichts Anderes hat als sich selbst, bis er eines Tages beim kurzen Hofgang eine kleine gelbe Hundeblume entdeckt und pflückt, die für ihn in der Zelle Glaube, Liebe und Hoffnung bedeutet.

 

BILLBROOK

mit Dirk Schweden, Norma Friesecke (2003)

Nach Wolfgang Borchert: Der amerikanische Soldat Bill Brook kommt am Ende des Zweiten Weltkriegs in Hamburg an. Als er sich eine Zigarette anzünden will, entdeckt er ein Schild, auf dem in großen Lettern "BILLBROOK" zu lesen ist. Voller Stolz will er am nächsten Tag "seinem Stadtteil" einen Besuch abstatten – Bill Brook in Billbrook. Aber er findet nur Trümmer, eine defekte Telefonzelle, eine defekte Laterne und eine schiefe Litfaßsäule. Dem Protagonisten wird zunehmend klar, dass die Probleme in seiner Heimat plötzlich keine mehr darstellen.

 

SAGT NEIN! 

mit Sahra Wagenknecht (2017)

Am 22. September 1947 tritt Wolfgang Borchert seine Genesungsreise in die Schweiz an. Er wird ins katholische St.-Clara-Spital eingeliefert. Wolfgang fühlt sich nicht wohl, weil er keinen Kontakt hat und ihm die Eltern fehlen. Nicht einmal Geld für Papier und Briefmarken besitzt er. In Deutschland bereiten in dieser Zeit viele Bühnen Inszenierungen von "Draußen vor der Tür" vor. Borchert wird manchmal von der tschechischen Schwester Mina besucht, die Deutsch kann. Fünf Tage vor seinem Ableben bekommt er Besuch vom Verleger Cordes, der ihm auch den Aufenthalt mitfinanzierte; Cordes spricht von einem lebhaften und heiteren Borchert. Einen Tag davor erhält er noch einen Brief von Zuckmayer, der ihm Hoffnung macht. Am 18. und 19. November traten dann wieder Blutungen auf. Am 20. November 1947 um 9 Uhr starb Wolfgang Borchert. Am nächsten Tag fand in den Hamburger Kammerspielen die Uraufführung von "Draußen vor der Tür" statt. Im Spital schrieb er als einzige Arbeit "Sagt Nein!"

Kommunalen Kino mon ami, Goetheplatz 11
T 03643-847745
Der Eintritt ist frei!